Anfangen. Eigentlich.

Anfangen. Da scheint eigentlich etwas zu sein, das nicht sonderlich schwierig sein dürfte. Einfach mal loslegen. Beginnen. Starten. Aber doch – oft fällt es mir unendlich schwer, einfach mal anzufangen. Mit dem Schreiben. Mit dem Verlieren der letzten Schwangerschaftspfunde. Mit dem, was ich mir doch eigentlich tief in mir drin so sehr wünsche. Warum ist das eigentlich so?

Allem liegt ein einziges Problem zu Grunde: meine Gewohnheiten. Ich jammere (innerlich) ständig darüber, dass ich keine Zeit habe zu schreiben, regelmäßig meinen Blog zu führen oder Dinge zu erledigen, für die ich mich einfach mal eine Zeit an den Schreibtisch setzen müsste. Doch meine Gewohnheiten stehen all‘ diesen Wünschen wie ein unüberwindbarer Berg gegenüber. Sind die Kinder nach dem gewohnten allabendlichen Ritual endlich im Bett, beginnt auch mein allabendliches Ritual – ab auf die Couch, Füße hoch und Fernseher an. Nicht, dass es etwas tierisch wichtiges im TV gäbe, dass mich begründeter Maßen von allen anderen Dingen abhalten dürfte, nein – es ist einzig meine Bequemlichkeit und die Eingefahrenheit meines Tagesablaufs der es jeden Abend aufs neue verhindert, dass ich tue, wonach ich mich eigentlich sehne.

Doch es gibt noch eine andere Kraft. Eine starke, manchmal schier unüberwindbare Kraft, die mich davon abhält, meine liebgewonnenen Gewohnheiten zu verändern. Angst. Die Angst davor, beim Schreiben nicht gut genug zu sein. Zu versagen. Oder noch schlimmer: mich selbst nahe zu sein. Unausweichlich und überdeutlich meiner inneren Stimme zuhören zu müssen, die mir doch schon die ganze Zeit sagen will, wie es eigentlich tief in mir drin aussieht. Dass meine Verdrängungstaktik nur schlecht funktioniert und meine Probleme auch da sind, wenn ich sie nicht immer laut rufen höre.

Und so habe ich vor allem Angst vor diesem Blog – nicht gut genug zu sein, was auch immer das heißen mag. Nicht interessant genug. Nicht einzigartig genug. Nicht innovativ genug. Gefühle, die wir sicherlich alle gut kennen – sei es nun vom Bloggen, der offline-Welt oder oder oder. Dabei haben wir alle etwas einzigartiges, gutes, interessantes, inovatives: unsere Geschichten. Unsere Leben. Wenn diese es nicht wert sind, dass man über sie schreibt, was dann?

Und so habe ich mich eben doch schlussendlich überwunden und mit mir selbst einen Pakt geschlossen: die nächsten 100 Tage werde ich hier aufkreuzen. Jeden Tag. Ich werde jeden Tag posten, und wenn es nur zwei Zeilen sind. Ich werde jeden Abend, nach dem die Kinder nach ihrem allabendlichen Ritual endlich im Bett liegen, nicht auf die Couch fallen (zumindest nicht sofort), sondern meinen Hintern vor den Computer schwingen und einfach anfangen. Seid meine Zeugen und meine Motivatoren. Begleitet mich. Ich freue mich!

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~ In this life, people will love you and people will hate you and none of that will have anything to do with you. (Abraham Hicks)

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2 Gedanken zu „Anfangen. Eigentlich.

    1. liebenswertes Autor

      Find ich auch! Und dann frag ich mich immer gleich, warum hast du eigentlich nicht schon viel eher damit angefangen…? 😉

      Antwort

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